CRAFTY GmbH

© Mica Wintermayr

„Nachhaltigkeit bedeutet für mich, nicht nur nach der schnellsten und einfachsten Lösung zu suchen.“

Christiane Wolff, CRAFTY GmbH, München

Gründungsjahr: Herbst 2018
Mitarbeiteranzahl: Knapp 15
Auszubildende: Noch keine

Was sollten unsere Leser über Ihre Gründungsgeschichte wissen?

Wir sind ein diverses Managementteam – Ich komme aus der Kommunikationsbranche und bin eine begeisterte Netzwerkerin; Jens hat bereits 31 Jahre Unternehmerfahrung hinter sich und ist selbst dreifacher Handwerkermeister.

Jens hatte bereits vor ein paar Jahren die Idee, ein neues Unternehmen zu gründen – im Handwerk. Er hat bereits 15 Unternehmen gegründet oder gekauft und ist mit der Zabel Group, einem FM Unternehmen, deutschlandweit erfolgreich seit über 30 Jahren. Er hat dann nach einem passenden Partner für seine Idee gesucht – und in mir gefunden. Weil er die große Chance sofort erkannt hat, die in unseren unterschiedlichen Expertisen und Erfahrungen liegen und auch im Thema Kommunikation, PR und Marketing.

Jens, der ein wahnsinniger Macher und Umsetzer ist, hat mich mit seiner Idee, alle Gewerke unter einem Dach zu bündeln und mit eigenen Handwerkern zu arbeiten, sofort begeistert. Und wir sehen nach einem Jahr, dass die Idee absolut richtig ist und wir mit Crafty genau zum richtigen Zeitpunkt an den Start gegangen sind!

Wann sind Sie zum ersten Mal mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ in Berührung gekommen?

Ich habe schon als Jugendliche die Regionalgruppe des B.U.N.D in Offenbach gemeinsam mit einer Freundin geleitet, den ersten nachhaltigen Einkaufsführer für Offenbach gemacht und bin bereits mit 16 Jahren Vegetarierin geworden. Jens hat in seinem anderen Unternehmen, der Zabel Group, schon früh angefangen, nachhaltige Produkte für die Reinigung zu nutzen und ist jetzt zum passionierten Fahrradfahrer und auch Vegetarier geworden!

Was war für Sie ein Auslöser, sich mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ zu beschäftigen?

Ich habe während der Schulzeit angefangen, mich mit dem Thema Nachhaltigkeit zu beschäftigen – damals sind die Grünen gestartet und das war für mich ein Auslöser.

Was sollten Leser unbedingt über Ihren Betrieb wissen?

Crafty ist Handwerkstradition von morgen! Das heißt, wir sind ein echtes Handwerkerunternehmen mit eigenen Mitarbeitern – mit den wichtigsten Gewerken (Schreiner, Maler, Klempner und Elektriker) unter einem Dach. Zwischen Handwerkern und Kunden gibt es immer einen Technischen Koordinator, der als Bindeglied und Ansprechpartner fungiert. So wollen wir bestmöglichen Service für unsere Kunden bieten. Dazu haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, so nachhaltig, digital und innovativ wie möglich zu sein!

Welche Rolle spielt Regionalität für Ihren Betrieb?

Einen sehr großen! Crafty möchte deutschlandweit tätig werden und seine Dienstleistungen anbieten, daher suchen wir an allen Standorten – aktuell sind das München, Frankfurt, Hamburg, Berlin und Köln – Handwerkerinnen und Handwerker und wollen uns natürlich auch immer lokal sehr gut vernetzen!

Was waren Ihre ersten Schritte auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit in Ihrem Betrieb?

Wir konzentrieren uns aktuell auf drei Dinge: die Auswahl der Produkte, die wir Kunden anbieten, die Wiederverwertung von vorhandenen Materialien und die Tipps und Ideen, die wir unseren Kunden über Blog und Social Media geben, um im Haushalt und Garten nachhaltig zu agieren.

Welche Hürden mussten Sie auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit in Ihrem Betrieb überwinden?

Das ist ein laufender Prozess und wir lernen auch jeden Tag dazu. Große Herausforderung ist es, Kunden von nachhaltigen Produkten zu überzeugen, da diese meist teurer sind als herkömmliche – am Ende ist Geld doch leider oft der ausschlaggebende Faktor bei der Entscheidung.

Webseite: www.crafty.de

Das Projekt „Nachhaltigkeit in Handwerksbetrieben stärken!“ wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) durchgeführt.

Gefördert vom