Nachhaltig Wirtschaften

Nachhaltigkeit ist das Wort der Stunde. Aber was bedeutet es eigentlich, als Betrieb nachhaltig zu wirtschaften?

In der deutschen Sprache wurde der Begriff der Nachhaltigkeit erstmals von Hans Carl von Carlowitz, Oberberghauptmann des Erzgebirges, gebraucht. Er wollte unter den Förstern das Bewusstsein für eine „continuirliche beständige und nachhaltende Nutzung“ der Wälder stärken.

Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet, dass wir bei der Befriedigung unserer heutigen Bedürfnisse unsere natürliche und soziale Umwelt nur so viel beanspruchen, dass zukünftige Generationen weiterhin gut leben können. Ein anderes Wort hierfür ist: „Zukunftsverträglichkeit“.

Die Grenzen des wirtschaftlichen Wachstums werden immer klarer, und internationale Organisationen wie die UNO, Umweltverbände, die Wissenschaft und auch Wirtschaftsverbände fordern ein Umdenken.

Nachhaltiges Wirtschaften hat viele Facetten. Allgemein kann man sagen, dass Wachstum und kurzfristiger Gewinn nicht mehr die wichtigsten Ziele sind. Es geht vielmehr um langfristige Sicherung und Erhalt, und zwar:

  • der eigenen Produkte und Dienstleistungen, zum Beispiel durch Qualität und Innovation,
  • der Motivation und des Wohlbefindens der Belegschaft, zum Beispiel durch mehr Beteiligung und Programme zum Gesundheitsmanagement,
  • der natürlichen Ressourcen für zukünftige Generationen
  • des Zusammenhalts und der Entwicklung in der eigenen Region

Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet, die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Bereichen und Entscheidungen zu verstehen und auszunutzen.

Das könnte zum Beispiel so aussehen:

Wenn Ihre Belegschaft durch regelmäßige Kommunikation nach innen weiß, dass sie umweltschonend produziert, steigt die allgemeine Motivation und die Identifikation mit dem Betrieb und seinen Zielen.

Die Innovationskraft steigt durch die Möglichkeit der Mitarbeitenden, eigene Ideen zur Verbesserung einzubringen. Die Krankenrate sinkt und es spricht sich herum: dieses Unternehmen ist ein attraktiver Arbeitgeber in der Region! Motivierte Fachkräfte und Schulabgänger möchten zu ihrer Mission beitragen, und auch für Geschäftspartner und die öffentliche Hand macht das nachhaltige Engagement sie attraktiv als Auftragnehmer.

Sie inspirieren andere Betriebe in der Region, mit denen Sie gemeinsam in einem Branchennetzwerk teure Maschinen anschaffen und so neue Projekte anschieben können. Ihre Region entwickelt sich, und das Standortmarketing Ihrer Kommune hat viele gute Argumente: Arbeiten im nachhaltigen Handwerk in Ihrer Region ist attraktiv!

Um die Umstellung auf nachhaltige Prozesse gezielt anzugehen, hilft es, sich eine Strategie zurechtzulegen. Wie Sie eine Strategie für Ihren Betrieb entwickeln, erfahren Sie in unserer Workshopreihe, den HANDWERKhochN-Werkstätten.

Der dem Projekt zugrunde liegende systemische Ansatz ist der Deutsche Nachhaltigkeitskodex. Der DNK ist ein kostenloser nationaler Berichtsstandard für Betriebe und andere Organisationen, der vom Rat für Nachhaltige Entwicklung entwickelt wurde. Unser Projektteam unterstützt Betriebe dabei, eine „DNK-Erklärung“ zu erstellen, wodurch auch Möglichkeiten zur Weiterentwicklung aufzeigt werden. Im Anschluss kann das DNK-Logo, auch „Signet“ genannt, in der Unternehmenskommunikation mit Kunden, Zulieferern, Kreditgebern und Auftraggebern genutzt werden, um die nachhaltigen Aktivitäten des Betriebes sichtbarer zu machen und die Attraktivität des Betriebes als Arbeitgeber zu erhöhen.

Mit dem Logo des Deutschen Nachhaltigkeitskodex weisen Betriebe gegenüber Kunden, Auftraggebern, Kreditgebern und Zulieferern die Nachhaltigkeit Ihres Betriebes nach. Auch in der öffentlichen Vergabe und Beschaffung kann Nachhaltigkeit ein wichtiges Vergabekriterium sein.

DNK Signet

Gute Gründe für mehr Nachhaltigkeit

Personal finden und binden!

Das Handwerk schafft Zukunft – ein nachhaltiger Betrieb ist ein attraktiver Betrieb.

Marketing neu denken!

Nachhaltiges und regionales Wirtschaften ist die beste Werbung.

Fußabdruck verkleinern!

Organisieren Sie Ihren Betrieb umweltbewusst und effizient.

Betrieb gut führen!

Haben Sie stets im Blick, welche Auswirkungen Ihre Entscheidungen auf Ihre Kundschaft, Zuliefererbetriebe und Auftraggeber haben.

Aufträge sichern!

Großkunden können Nachweise verlangen - weisen Sie mit dem DNK-Signet nach, dass Ihre Prozesse nachhaltig sind.

Nachfolge sichern!

Betriebe mit einer langfristigen Strategie sind zukunftsfähig und attraktiv .

Das Projekt „Nachhaltigkeit in Handwerksbetrieben stärken!“ wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) durchgeführt.

Gefördert vom