Die Möbelmacher

Wir sollten die Erde an zukünftige Generationen so weitergeben, wie wir sie damals von den Alten übernommen haben.“

herwig Danzer, Die Möbelmacher

Gründungsjahr: 1988
Mitarbeiteranzahl: Zusammen sind wir ein Team von 13 Personen.
Auszubildende: Meist eine oder einen Auszubildenden pro Ausbildungsjahrgang.

Was war das Gründungsjahr Ihres Betriebs?

1988

Was sollten unsere Besucher über Ihre Gründungsgeschichte wissen?

Aus einer sehr ausführlichen Darstellung unseres Nachhaltigkeitsengagements in diesem Artikel, ist der Beitrag für ein aktuelles CSR-Buch (Corporate Social Responsibility) entstanden, welches man hier als pdf nachlesen kann.

Wann sind Sie zum ersten Mal mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ in Berührung gekommen?

Schon seit der Betriebsgründung arbeiten die Möbelmacher ausschließlich mit Massivholz und umweltfreundlichen Naturharzölen zur Oberflächenbehandlung. Seit dem Neubau in Unterkumbach stammen die gekauften Stämme ausschließlich (garantiert zu mindestens 95 %) aus der Hersbrucker Alb oder Frankens. Die Kompletteinrichtung  bei Kunden erfolgt von den Wandfarben bis zum ausgewählten Leder ökologischen und wohngesunden Gesichtspunkten, die Möbelmacher wurden für dieses außergewöhnliche Nachhaltigkeitskonzept  im Jahre 2003 mit dem Nürnberger Nachhaltigkeitspreis und im Jahr 2010 mit dem Deutschen lokalen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

Was war für Sie ein Auslöser, sich mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ zu beschäftigen?

Die wohngesunde und ökologische Einrichtung war von Anfang an erklärtes Firmenziel, der erst später entstandene Begriff der nachhaltigen Betriebsführung verdeutlichte zusätzlich auch die schon vorher verwirklichten, ökonomischen und sozialen Ansprüche. In vielen Diskussionen mit dem deutschen “Nachhaltigkeitspapst” Ulrich Grober, forderte dieser zuletzt bei einer Lesung bei den Möbelmachern, dass sie den Begriff der Nachhaltigkeit in seiner ursprünglichen Bedeutung aus der Forstwirtschaft verteidigen und mit ehrlichem Inhalt füllen sollen.

„Aus dem Wald nicht mehr Holz entnehmen, als nachwächst. Ökologische Einrichtungsgegenstände herstellen, die entweder 1200 Jahre weitervererbt werden, oder frei von Schadstoffen upcycelt, recycelt,  oder auch umweltfreundlich entsorgt werden können. Einen fairen Umgang mit Mitarbeitern, der Gesellschaft und kommenden Generationen pflegen und die Zukunft des Betriebs und der Arbeitsplätze sichern.“

Welche Rolle spielt Regionalität für Ihren Betrieb?

Neben der als “regionale Waldschöpfungskette” definierten Rohstoffwirtschaft vom Wald bis zum Kunden ist auch die Förderung regionaler Wirschaftskreisläufe vom Holz über Lebensmittel bis hin zum lokalen Einzelhandel oder der Kultur im Rahmen der Unterkrumbacher Werkstatt-Tage im Firmenziel verankert. Seit 1999 laden die Möbelmacher Kunden und die Bevölkerung zu Konzerten, Lesungen oder Werkstattgesprächen, die immer auch einen Bezug zum Handwerk in der Region herstellen.

Als Umweltbotschafter Bayerns, als Pressesprecher der Schreinerinnung und als Organisator der Treffen der Nachhaltigkeitsblogger bei der Nürnbergmesse engagieren sich die Möbelmacher für die Lebensqualität in der Region und Deutschland. Der erste „Tag der Regionen“ fand 1998 in der Unterkrumbacher Werkstatt statt, zusammen mit dem Naturschutzzentrum Wengleinpark und Manuela Sillius führte Slow-Food-Nürnberg-Gründungsmitglied Danzer die Heimatstadt Hersbruck in die Vereinigung der lebenswerten Städte „Cittaslow.“

Das Projekt „Nachhaltigkeit in Handwerksbetrieben stärken!“ wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) durchgeführt.

Gefördert vom