Holzvisionen nimmt PV-Anlage in Betrieb

Holzvisionen Nachhaltigkeit

Energieautark und nachhaltig: Tischlerei Holzvisionen nimmt Photovoltaikanlage in Betrieb

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde ist am vergangenen Mittwoch, 12. August 2020 die neue 68 Kilowatt-Peak-starke Photovoltaikanlage (PVA) der Schreinerei Holzvisionen GmbH in Jüchen ans Netz gegangen. Die Geschäftsführer Marco Pelzer und Tim Scholtes freuen sich, dass die Anlage mit 68 Elementen und einer Fläche von etwa 350 Quadratmetern den Eigenbedarf des Unternehmens deutlich übersteigt und der Überschuss ins Stromnetz eingespeist wird. Die Unternehmer haben sich für eine PVA entschieden, um einerseits fossile Brennstoffe bzw. nicht-erneuerbare Ressourcen im laufenden Betrieb einzusparen und andererseits die Kohlendioxidemissionen, die bei der Stromerzeugung entstehen, zu reduzieren. Tim Scholtes sagt dazu: „Auf die Lebensdauer bezogen, erzeugt die Anlage mehr Strom, als zu ihrer Herstellung benötigt wurde. Somit arbeitet die PVA ressourcenschonend und trägt dazu bei, unser Nachhaltigkeitsengagement glaubhaft zu belegen“.

Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung als Unternehmensvision

Auch beim Bau der Werkstatt und der angrenzenden Büroräume im Jahr 2017 war der Nachhaltigkeitsgedanke bereits maßgeblich für die Planungen. So wurde bereits damals beschlossen, dass Energieeffizienz und Ressourcenschonung stärker forciert werden sollen. Im Rahmen des Neubaus wurden energieeffiziente Fenster eingesetzt und durch Glasflächen im Dach kann das natürliche Sonnenlicht genutzt werden, ohne permanent auf elektrisches Licht angewiesen zu sein. Eine weitere dieser Maßnahmen war die Installation einer modernen und klimaneutralen Pelletheizung, mit der Werkstatt und Büroräume beheizt werden.

Eigene DNK-Erklärung mit Unterstützung von HANDWERKN

Neben weiteren Ideen, wie der Umstellung des Firmenfuhrparks auf Elektrofahrzeuge sowie der Installation einer Ladesäule, arbeitet das Unternehmen derzeit an einer eigenen Nachhaltigkeitserklärung nach den Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Die Unternehmer erhalten bei der Berichtserstellung vorerst noch Unterstützung aus dem HANDWERKN-Projektteam. Ab Oktober 2020 wird die Erstellung eines eigenen DNK-Berichts dank des Nachhaltigkeits-Navigators Handwerk aber deutlich einfacher. Der Navigator ist ein kostenloses, digitales Instrument, dass die Nutzer*innen mithilfe relevanter Fragestellungen, praktischer Beispiele und weiterreichender Informationen durch die Bestandsaufnahme führen. Die Anwender*innen lernen Stärken und Schwächen ihrer betrieblichen Nachhaltigkeitssituation kennen und erhalten praxisnahe Tipps, um eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln.

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Das Projekt „Nachhaltigkeit in Handwerksbetrieben stärken!“ wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) durchgeführt.

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